Die Brennnessel als Heilpflanze

Sie ist eine der­je­ni­gen Heil­pflan­zen, die auch Men­schen ken­nen, die sonst gar nichts mit Pflan­zen zu tun haben – sie ist also sehr popu­lär. Dabei denkt man wahr­schein­lich eher an ihre bren­nen­den und jucken­den Eigen­schaf­ten oder ihre aus­ufern­de Ver­brei­tung im Gar­ten und nicht an die immensen Heil­kräf­te der Pflan­ze. Über die Kräf­te die­ser Power­pflan­ze möch­te ich hier berich­ten. Die Brenn­nes­sel als Heil­pflan­ze wei­ter­le­sen

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Pseudokrupp und Homöopathie bei Kindern

Pseu­do­krupp und Homöo­pa­thie

Bei Pseu­do­krupp oder dem Krupp-Syn­drom han­delt sich um eine Kehl­kopf­ent­zün­dung (Laryn­gi­tis sub­glot­ti­ca) mit Betei­li­gung der Luft­röh­re bei Kin­dern. Meis­tens tritt die Erkran­kung in der kal­ten Jah­res­zeit auf.
Im Fol­gen­den fin­den Sie Infor­ma­tio­nen zu Ursa­che, Sym­pto­men, homöo­pa­thi­schen Arz­nei­mit­teln und was man all­ge­mein tun kann. Pseu­do­krupp und Homöo­pa­thie bei Kin­dern wei­ter­le­sen

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Colchicum autumnale – Ein homoeopathisches Arzneimittelbild

Bei einem Spa­zier­gang im Okto­ber wur­de ich auf einer Wie­se im Brit­zer Gar­ten in Ber­lin von meh­re­ren blü­hen­den Herbst­zeit­lo­sen über­rascht. Man glaubt fast auf einer Früh­lings­wie­se zu ste­hen und gro­ße Kro­kus­se zu sehen.
Ich möch­te in dem Arti­kel etwas über die Ver­wen­dung die­ser schö­nen Pflan­ze in der Homöo­pa­thie und der Medi­zin schrei­ben.

Wiese mit Blüte von Colchicum
Blü­te der Herbst­zeit­lo­se im Brit­zer Gar­ten

Deut­sche Volks­na­men sind z. B.: Herbst­zeit­lo­se; Gift­kro­kus, Gift­blu­me, Herbst­blu­me, Teu­fels­brot, Wie­sen­sa­fran u.a.

Der deut­sche Name lei­tet sich wahr­schein­lich ab aus dem alten Wort „lost“, was soviel wie vor­her­sa­gen bedeu­tet. Die Blü­ten sagen uns also den Herbst an.
Sie kommt in unse­ren Brei­ten­gra­den eher nicht wild wach­send vor und wur­de im Brit­zer Gar­ten wahr­schein­lich von den dor­ti­gen Gärt­nern ein­ge­pflanzt.

Gif­tig­keit und Ver­wechs­lungs­ge­fahr

Sie  besitzt gro­ße Ähn­lich­keit mit der Safran­pflan­ze, die auch im Herbst blüht, aber in Deutsch­land nicht wild wächst. Der Safran zeigt gleich­zei­tig mit sei­ner Blü­te schma­le, gras­ar­ti­ge Blät­ter, was ein Unter­schei­dungs­merk­mal zur Herbst­zeit­lo­sen ist. Die­se zeigt näm­lich wäh­rend ihrer Blü­te­zeit – was unge­wöhn­lich ist — kei­ne Blät­ter, sie erschei­nen  erst im Früh­jahr und sind ca. 5 cm breit und bis zu 40 cm hoch.
Der Früh­jahrs­blü­her Kro­kus hat eben­falls schma­le Blät­ter wäh­rend der Blü­te­zeit. Die Herbst­zeit­lo­se brei­tet ihre sechs zar­ten hell lila Blü­ten­blät­ter dage­gen erst im Spätsommer/Herbst auf den Wie­sen aus.
Ver­wechs­lun­gen mit Bär­lauch­blät­tern im Früh­ling kom­men bei Samm­lern wohl immer wie­der mal vor, was gefähr­lich ist, da die Pflan­ze stark gif­tig ist.

Grund für die Gif­tig­keit ist das Alka­lo­id Colchi­cin, das in allen Pflan­zen­tei­len ent­hal­ten ist. Es kann bei Ver­zehr von Tei­len der Pflan­ze zu töd­li­chen Ver­gif­tun­gen kom­men. Eltern  soll­ten sehr dar­auf ach­ten, dass ihre Kin­der kei­ne Pflan­zen in den Mund ste­cken.

Medi­zin
In der Medi­zin wird Colchi­cin als Bestand­teil zur Her­stel­lung von Medi­ka­men­ten gegen aku­te Gicht­schmer­zen ver­wen­det. Die Gicht ist eine Erkran­kung des Harn­säu­re­stoff­wech­sels, die zur Abla­ge­rung von Harn­säu­re­kris­tal­len in den Gelen­ken führt. Beson­ders häu­fig betrof­fen sind die Groß­ze­hen, wo es im aku­ten Gicht­an­fall zu Ent­zün­dung, Schwel­lung, Rötung und sehr star­ken Schmer­zen kommt.

Homöo­pa­thie
Aus den Knol­len der Herbst­zeit­lo­sen wird die homöo­pa­thisch poten­zier­te Arz­nei her­ge­stellt, die auf­grund der Gif­tig­keit der Pflan­ze erst ab der Potenz D4 ver­schrei­bungs­frei in Apo­the­ken zu bezie­hen ist.

Gicht und Gelenk­schmer­zen
In der Homöo­pa­thie wird Colchi­cum haupt­säch­lich bei Schmer­zen im Bewe­gungs­ap­pa­rat ein­ge­setzt. Der typi­sche aku­te Gicht­an­fall ist gekenn­zeich­net von aku­ten Gelenk­schmer­zen wie z. B. am Groß­zeh mit Rötung, Schwel­lung, Hit­ze, Berüh­rungs­emp­find­lich­keit ein­her­ge­hen
Eben­so wird es genutzt zur Anwen­dung bei eher chro­ni­schen Beschwer­den des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes mit rheu­ma­ti­schen d.h. rei­ßen­den, wan­dern­den, von einem Gelenk zum ande­ren sprin­gen­den Schmer­zen, die sich bei jeg­li­cher Bewe­gung und bei der lei­ses­ten Berüh­rung ver­schlech­tern bis hin zur Uner­träg­lich­keit.
Bei dump­fen Schmer­zen im Lum­bal- und Lum­bo­sa­kral­be­reich und Rücken­schmer­zen kann das Mit­tel auch mög­lich sein.

Magen-Darm
Ein wei­te­rer Haupt­an­wen­dungs­be­reich in der Homöo­pa­thie ist der Magen-Darm­trakt.
Hier kann es gege­ben wer­den, wenn es zu Sym­pto­men wie
z. B. Durch­fäl­len mit Übel­keit bis hin zu Erbre­chen durch den Geruch von Spei­sen bes. Fleisch oder Fisch kommt, manch­mal genügt sogar schon der Gedan­ke dar­an.
Auch die Schwan­ger­schafts­übel­keit mit star­ker Geruchs­emp­find­lich­keit ist mög­li­cher­wei­se ein Ein­satz­ge­biet für Colchi­cum. Hier ist es eines unter vie­len ande­ren homöo­pa­thi­schen Arz­nei­mit­teln.
Es kann auch zu wund­ar­ti­gen Bauch­schmer­zen mit Auf­trei­bung durch Gas­an­samm­lun­gen kom­men oder wäss­ri­gen, evtl. blu­ti­gen Durch­fäl­len mit Krämp­fen. Hier wäre Colchi­cum z. B. auch bei Pro­ble­men des Dar­mes nach Anti­bio­ti­ka­be­hand­lun­gen eine Über­prü­fung, je nach indi­vi­du­el­ler Sym­pto­ma­tik und beglei­tend zur ärzt­li­chen Behand­lung, wert.

Herbstwiese Blüte Colchicum
Wie­se mit Herbst­zeit­lo­sen­blü­te Weg zur Wim­bach­klamm 2016

All­ge­mei­nes
Gene­rell zei­gen Men­schen, die die­se homöo­pa­thi­sche Arz­nei benö­ti­gen Erschöp­fung mit Reiz­bar­keit, Schwä­che und inne­rer Käl­te (manch­mal kommt es zu einem eisi­gen Käl­te­ge­fühl im Magen) und ihre Beschwer­den ver­schlech­tern sich bei feuch­ter Käl­te (Herbst­schau­er) und abends/nachts. Bes­ser geht es ihnen in der Wär­me.

Hin­weis
Bit­te beach­ten Sie, dass die­ser Arti­kel mit den hier gege­be­nen Hin­wei­sen, auch zu homöo­pa­thi­schen Arz­nei­en, nur der Infor­ma­ti­on dient. Ein Heil­prak­ti­ker oder Arzt soll­te bei ent­spre­chen­den Beschwer­den und vor Ein­nah­me eines Arz­nei­mit­tels immer auf­ge­sucht wer­den.
Eine unkon­trol­lier­te Selbst­an­wen­dung homöo­pa­thi­scher Medi­ka­men­te kann eben­so wie jedes ande­re Medi­ka­ment zu uner­wünsch­ten Wir­kun­gen füh­ren, deren Beur­tei­lung durch einen Lai­en kaum mög­lich sind.

Pia Mönch/Oktober 2016
Fotos: © Pia Mönch

Quel­len:
W. Boe­ri­cke: Homöo­pa­thi­sche Mit­tel und ihre Wir­kun­gen
Hah­ne­mann: Gesam­te Arz­nei­mit­tel­leh­re Haug Ver­lag

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Tipps bei Insektenstichen

Was tun bei Insektenstichen von Biene, Wespe, Hornisse und Co.

Im August und Sep­tem­ber flie­gen sie wie­der durch die Lüf­te. Bie­nen, Wes­pen und Hor­nis­sen auf der Suche nach Nah­rung. Dabei fin­den sie auch unse­re Eis­waf­fel, unser Brat­würst­chen auf dem Tel­ler oder das Glas mit Apfel­saft. Auch beim bar­fuß Lau­fen in einer Blü­ten­wie­se, in der Bie­nen nach Nek­tar suchen, kön­nen sie zur Gefahr wer­den. Auch beim Fahr­rad­fah­ren fliegt schon mal eine Wes­pe unter das Kleid oder in den Ärmel. Und nicht sel­ten kommt es vor, dass man bei dem Ver­such die Tie­re zu ver­trei­ben gesto­chen wird.

Der nach­fol­gen­de Bei­trag soll kurz die wesent­li­chen Punk­te beleuch­ten:

Vor­beu­gung
schnel­le Hil­fe durch Spitz­we­ge­rich
Homöo­pa­thie
Haus­mit­tel
Not­fall

Tipps bei Insek­ten­sti­chen wei­ter­le­sen

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Älter werden und Wechseljahre

Am Don­ners­tag, den 7.4.2016 von 14:00 — 16:00 Uhr wer­de ich im Bayo­u­ma Haus, Frank­fur­ter­al­lee 110 in Ber­lin Freid­richs­hain einen Vor­trag zum The­ma “Älter wer­den und die Wech­sel­jah­re in ver­schie­de­nen Kul­tu­ren” mode­rie­ren. Ein The­ma, das jeden frü­her oder spä­ter ein­mal im Leben betrifft. Es fin­det eine offe­ne Dis­kus­si­ons­run­de statt, die auch den Umgang mit die­sem The­ma in ver­schie­de­nen Kul­tu­ren ein­schlie­ßen wird.

Mit dem Über­gang in die Wech­sel­jah­re stellt sich für die meis­ten Frau­en auch die Beschäf­ti­gung mit dem älter wer­den ein. Wel­che Ver­än­de­run­gen ste­hen kör­per­lich und auch psy­cho­so­zi­al nun an und wie kann man damit umge­hen?
In bestimm­ten Kul­tu­ren Afri­kas oder Asi­ens bei­spiels­wei­se spie­len psy­cho­so­zia­le Beein­träch­ti­gun­gen gar kei­ne Rol­le.
Wel­che Rol­le spie­len Medi­ka­men­te?
Wie kann man das Älter­wer­den anneh­men und als Chan­ce betrach­ten?
Die­se und noch viel mehr Fra­gen dazu, kön­nen wir bei der Ver­an­stal­tung gemein­sam dis­ku­tie­ren.

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Homöopathie und Fieber bei Kindern

In mei­ner homöo­pa­thi­schen Pra­xis ist Fie­ber von Kin­dern ein häu­fi­ges Bera­tungs­an­lie­gen, denn Kin­der ent­wi­ckeln schnell und recht oft Fie­ber. Eltern deren Kind Fie­ber bzw. einen fie­ber­haf­ten Infekt  hat, sind sich  bis­wei­len unsi­cher wie die Lage ein­zu­schät­zen ist und wol­len wis­sen, was sie tun kön­nen.

Daher möch­te ich Ihnen im Fol­gen­den eini­ge Hin­wei­se geben, die hel­fen kön­nen die Situa­ti­on siche­rer ein­zu­schät­zen. Homöo­pa­thie und Fie­ber bei Kin­dern wei­ter­le­sen

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Heilpflanzen am Rande der Karpaten. Ein Bildervortrag

Rumä­ni­en ist ein wun­der­schö­nes, noch nicht sehr fre­quen­tier­tes Rei­se­land. Eine Rei­se dort­hin ist wie eine Rei­se in eine ande­re Zeit. Die Stu­di­en­rei­se führ­te mich auch an den Rand der Kar­pa­ten, wo ich vie­le Heil­pflan­zen foto­gra­fie­ren konn­te. Über Pflan­zen und Rei­se­ein­drü­cke wer­de ich einen Vor­trag mit Bil­dern hal­ten. Inter­es­sier­te sind will­kom­men.
Am Sams­tag 5.9.15 um 17 Uhr in der Natur­heil­pra­xis Lau­sit­zer­str. 26a (Ecke Paul-Lin­ke-Ufer) in Ber­lin Kreuz­berg.
Alle  Inter­es­sier­ten sind herz­lich will­kom­men.

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Der Wunderlauch – ein Frühlingsbote in Berlin

Woran erkennt man den Wunderlauch?

Wunderlauch.Pflanzenheilkunde.PiaMoench.Berlin
Bild 1 Wun­der­lauch­blät­ter im Früh­jahr

Wenn es einen beim ers­ten Son­nen­schein im Früh­jahr wie­der hin­aus zieht und man durch die Parks schlen­dern kann, so wer­den einem viel­leicht die klei­nen grü­nen Stän­gel auf­fal­len, die sich durch die ver­trock­ne­ten Buchen­blät­ter des Vor­jahrs hin­durch drü­cken. Was kann das sein?

Der Wun­der­lauch – ein Früh­lings­bo­te in Ber­lin wei­ter­le­sen

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